Die Förderung von Öl und Gas ist in Alaska ein großer Wirtschaftszweig. Etwa 85 Prozent des Bruttonationaleinkommens werden in der Ölproduktion eingenommen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Cook Inlet, eine Bucht im Golf von Alaska, die die Kenai-Halbinsel vom Festland Alaskas trennt. Das im Cook Inlet geförderte Erdgas stellt die wichtigste Quelle der Energieversorgung für den Großteil der Bevölkerung Alaskas dar. Allein im sogenannten „Railbelt“ Gebiet, das am nördlichen Rand der Bucht verläuft und mit Anchorage die größte Stadt Alaskas enthält, werden rund 80 Prozent der genutzten Gesamtenergie verbraucht.

Drohende Versorgungslücke

Die großen Erdgas- und Erdölvorkommen in der Bucht sind aber lange Zeit aufgrund von lukrativeren Möglichkeiten vernachlässigt worden. Da die Bevölkerung seit 1970 um ca. 170 % anstieg, konnte der Bedarf an Energie in der Region nicht mehr gedeckt werden. Die vergleichsweise hohen Explorationskosten im Gebiet sorgten zusätzlich dafür, dass immer wieder Firmen absprangen und profitablere Felder wählten.
Diese Entwicklung führte zu einem Rohstoffmangel, sodass sich Alaska trotz des eigentlichen Reichtums an Rohstoffen nicht mehr mit Mineralölprodukten und Erdgas zum Heizen versorgen konnte. Da es im hohen amerikanischen Norden keine Pipeline gibt, war eine Versorgung aus Kanada nicht möglich.

Umfangreiche Subventionen des Staates Alaska

Zur Verhinderung des langfristig drohenden Notstands der Energieversorgung beschloss der Gesetzgeber im April 2006, Investitionen in die Exploration von Erdgas und Erdöl zu fördern und die dafür notwendige Infrastruktur zu subventionieren. Mit der House Bill 280 und der Senate Bill 309 gewährten Senat und Parlament sogenannte „Production Tax Credits“ und erstatteten damit einen Teil der Investitionskosten zurück. Testbohrungen wurden immer wieder bis zu 100 Prozent gefördert.
Das Zusammenspiel aus einem günstigen steuerlichen Umfeld und einer hohen Schätzung der Gasreserven des Cook Inlet löste schließlich im Jahr 2011 eine Explorationswelle aus.

Die Deutsche Öl & Gas Gruppe

Die Deutsche Öl & Gas mit dessen Geschäftsführer Kay Rieck ist ebenfalls ein Player im Öl & Gas Geschäft. Trotz der bereits vorhandenen Förderplattformen und der guten Infrastruktur entschied sich das deutsche Unternehmen für eine eigene Produktionsinfrastruktur, da diese als einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren in der Erdgasversorgung in Alaska angesehen wurde. Die Deutsche Öl und Gas Gruppe ist eine Holding-Gesellschaft der DOG-Unternehmensgruppe, die über die Mehrheit der Anteile an den Mineralgewinnungsrechten im Gebiet „Kitchen Lights Unit“ in Cook Inlet verfügt. Mehr Informationen dazu finden sie hier.
Das Fördergebiet „Kitchen Lights Unit“ ist mit einer Fläche von 337 Quadratkilometern das größte Fördergebiet in Südalaska. Der Staat Alaska hat sich bis heute mit 300 Mio. Euro an den Investitionen der Deutschen Öl und Gas beteiligt. Seit Ende 2015 fördert das Unternehmen Erdgas und verkauft dieses an ansässige Energieversorger.

Großes Potential im Cook Inlet

Aktuell produzieren die verschiedenen Förderunternehmen mit insgesamt 16 Plattformen Erdöl und Erdgas. Die älteste Förderplattform stammt aus dem Jahr 1964 und wurde vom Mineralölkonzern Shell erbaut. Um das Cook Inlet herum verlaufen mehrere Erdöl- und Erdgaspipelines, sodass die Förderung aus dem Gebiet lange und kostenintensive Transportwege erspart. Die Förderung lässt sich zudem nachfragegerecht steuern und ist durch die geschützte Bucht weniger riskant als die Förderung im Eismeer vor der Nordküste Alaskas.

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